Schoko-Friss-dich-dumm-Kuchen – saftiger Blechkuchen mit Glasur
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Den Namen hat der Kuchen nicht von uns – so hieß er schon, als meine Oma ihn zum ersten Mal für einen Kindergeburtstag gebacken hat. Er ist der Prototyp des Kuchens, den man in fünfzehn Minuten anrührt und der trotzdem drei Tage saftig bleibt. Das Geheimnis ist heißes Wasser im Teig.

Auf einen Blick
1 Std. 50 Min.
Gesamtzeit
20 Min.
Arbeitszeit
24 Stücke
Menge
275 kcal
Energie pro Portion
Zutaten
Für 24 Stücke
Für den Teig
Für die Glasur
Zubereitung
Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und ein tiefes Backblech (ca. 30 × 40 cm) mit Backpapier auslegen.
⏱ ca. 5 Min.
Alle trockenen Zutaten – Mehl, Zucker, Kakao, Backpulver, Natron und Salz – in einer großen Schüssel gründlich verrühren. Kakao klumpt gern, deshalb ruhig einmal durch ein Sieb geben.
⏱ ca. 5 Min.
Eier, Öl und Buttermilch zugeben und alles nur so lange rühren, bis ein glatter Teig entsteht. Nicht länger – bei Rührteig macht jede zusätzliche Minute den Kuchen zäher.
⏱ ca. 4 Min.
Zum Schluss das kochende Wasser in einem dünnen Strahl unterrühren. Der Teig wird dabei sehr dünnflüssig und man denkt unweigerlich, etwas sei schiefgegangen. Ist es nicht – genau so gehört es.
⏱ ca. 4 Min.
Randnotiz: Heißes Wasser schließt den Kakao auf: Die Aromastoffe lösen sich erst über 80 Grad richtig, deshalb schmeckt dieser Kuchen deutlich schokoladiger als einer mit kalter Flüssigkeit.
Den flüssigen Teig auf das Blech gießen und 28 bis 30 Minuten backen. Stäbchenprobe machen – es dürfen noch feuchte Krümel daran hängen, aber kein flüssiger Teig. Vollständig auskühlen lassen.
⏱ ca. 30 Min.
Kuvertüre mit der Butter über dem Wasserbad schmelzen, gleichmäßig auf dem kalten Kuchen verstreichen und sofort die Schokolinsen darüberstreuen. Eine Stunde fest werden lassen, dann in Stücke schneiden.
⏱ ca. 15 Min.
Randnotiz: Die Linsen müssen auf die noch weiche Glasur, sonst halten sie nicht. Und nicht andrücken – dann färben sie ab.
Von uns getestet
Kochendes Wasser gegen zimmerwarmes – zwei Bleche, identisch bis auf die Wassertemperatur. Der Kuchen mit kaltem Wasser ging genauso auf und sah gleich aus, schmeckte aber merklich flacher und eher nach Mehl als nach Kakao; die Farbe war ein helleres Braun. Mit kochendem Wasser war die Krume dunkler und der Schokoladengeschmack deutlich kräftiger, bei identischer Kakaomenge. Sechs Testesser haben die dunklere Variante blind erkannt.
Variationen
Mit Kirschen: eine Glas abgetropfte Sauerkirschen auf dem Teig verteilen, bevor er in den Ofen kommt.
Als Nusskuchen: 100 g gemahlene Haselnüsse unter den Teig, dafür 50 g Mehl weniger.
Mit Zuckerguss statt Kuvertüre: 250 g Puderzucker mit Wasser oder Zitronensaft – deutlich leichter.
Als Muffins: Der Teig ergibt etwa 24 Stück, Backzeit 18 bis 20 Minuten.
Häufige Fragen
Ist der Teig wirklich so flüssig richtig?
Ja, das ist die häufigste Rückfrage bei diesem Rezept. Nach dem heißen Wasser hat der Teig fast die Konsistenz von Kakao. Er zieht im Ofen an und wird trotzdem locker – die Bindung übernehmen Backpulver, Natron und die Säure der Buttermilch. Nicht mit Mehl nachdicken, sonst wird der Kuchen trocken.
Wofür ist das Natron zusätzlich zum Backpulver?
Natron reagiert mit der Säure der Buttermilch und macht die Krume besonders zart; außerdem dunkelt es den Kakao nach. Backpulver allein reicht als Triebmittel, aber der Kuchen wird dann heller und etwas fester. Beides zusammen ist der Klassiker.
Kann ich Milch statt Buttermilch nehmen?
Ja, dann aber einen Esslöffel Zitronensaft oder Essig in die Milch geben und fünf Minuten stehen lassen. Ohne Säure kann das Natron nicht arbeiten und der Kuchen schmeckt leicht seifig.
Warum bricht meine Glasur beim Schneiden?
Reine Kuvertüre wird hart und splittert. Die 60 g Butter im Rezept sind genau dagegen – sie machen die Glasur schnittfest, aber weich. Wer sie weglässt, sollte den Kuchen vor dem Schneiden 15 Minuten bei Zimmertemperatur stehen lassen.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Abgedeckt bei Zimmertemperatur bleibt der Kuchen vier Tage saftig – Öl-Rührteig trocknet viel langsamer aus als einer mit Butter. Kühlschrank vermeiden, dort wird die Glasur stumpf und die Krume fest. Einfrieren geht sehr gut in Stücken (drei Monate); bei Zimmertemperatur auftauen, damit auf der Glasur kein Kondenswasser entsteht.

