Nougatstangen wie vom Bäcker – Omas Hefeteig-Rezept
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Samstags gab es bei uns Brötchen vom Bäcker, und wenn ich Glück hatte, lag eine Nougatstange mit obendrauf – dieses Gefühl wollte ich zu Hause nachbauen. Nach einigen Anläufen weiß ich: Mit dem richtigen Nougat und einem geduldig geführten Hefeteig kommt man dem Original sehr nah.

Auf einen Blick
2 Std. 38 Min.
Gesamtzeit
40 Min.
Arbeitszeit
12 Stück
Menge
415 kcal
Energie pro Portion
Zutaten
Für 12 Stück
Für den Hefeteig
Für die Füllung
Außerdem
Zubereitung
Löse die Hefe mit einem Teelöffel des Zuckers in der lauwarmen Milch auf und lass sie zehn Minuten stehen, bis sich Bläschen zeigen. Lauwarm heißt: Du kannst bequem den Finger hineinhalten – heißere Milch tötet die Hefe ab, und der Teig geht nicht.
⏱ ca. 10 Min.
Gib Mehl, restlichen Zucker, Salz, Ei und die weiche Butter dazu und knete alles 8 bis 10 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig. Das lange Kneten baut das Klebergerüst auf, das die Stangen später so wattig macht wie beim Bäcker.
⏱ ca. 10 Min.
Lass den Teig abgedeckt an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen, bis er sein Volumen sichtbar verdoppelt hat.
⏱ ca. 60 Min.
Schmilz währenddessen den Nougat über einem warmen Wasserbad und rühre die gemahlenen Haselnüsse ein. Lass die Masse abkühlen, bis sie streichfähig wie weiche Butter ist – flüssiger Nougat läuft dir später beim Formen aus den Stangen.
⏱ ca. 10 Min.
Roll den Teig auf leicht bemehlter Fläche zu einem Rechteck von etwa 40 x 50 cm aus. Bestreiche die untere Hälfte mit der Nougatmasse, lass ringsum einen fingerbreiten Rand frei und klappe die obere Hälfte darüber. Drück die Ränder gut fest.
⏱ ca. 10 Min.
Schneide das gefüllte Teigpaket mit einem scharfen Messer in zwölf Streifen. Verdrehe jeden Streifen zwei- bis dreimal in sich und leg die Stangen mit Abstand auf zwei mit Backpapier belegte Bleche; die Enden dabei leicht andrücken, damit sie sich beim Gehen nicht wieder aufdrehen.
⏱ ca. 10 Min.
Lass die Stangen abgedeckt weitere 30 Minuten gehen und bestreiche sie dann mit dem verquirlten Ei. Backe die Bleche nacheinander bei 180 Grad Ober-/Unterhitze 15 bis 18 Minuten, bis die Stangen goldbraun sind.
⏱ ca. 48 Min.
Randnotiz: Nach 12 Minuten einen Blick in den Ofen werfen – je nach Ofen bräunen die Twists an den dünnen Stellen schnell.
Schmilz die Kuvertüre über dem Wasserbad und zieh mit einem Löffel Streifen über die ausgekühlten Stangen, dann streu die gehackten Haselnüsse darüber. Vor dem Einpacken die Glasur vollständig fest werden lassen.
⏱ ca. 10 Min.
Aus unserer Küche
Mein erster Versuch ging wörtlich daneben: Mit Nuss-Nougat-Creme aus dem Glas gefüllt, lief die halbe Füllung beim Backen aufs Blech und wurde bitter. Block-Nougat aus der Backabteilung, mit gemahlenen Nüssen angedickt, blieb dagegen auch bei 18 Minuten Backzeit vollständig in den Stangen. Auch die Temperatur habe ich durchprobiert: Bei 200 Grad wurden die Twists außen zu dunkel, bevor der Teig an den dicken Stellen durch war – 180 Grad mit etwas mehr Geduld ist hier der verlässliche Weg.
Variationen
Die Füllung halb Nougat, halb Marzipanrohmasse verkneten – sie wird feiner und weniger süß.
Für eilige Tage funktioniert das Prinzip auch mit fertigem Blätterteig: dann nur 12 bis 14 Minuten backen, das Ergebnis ist blättriger und näher am Plunderteilchen.
Häufige Fragen
Kann ich Trockenhefe statt frischer Hefe nehmen?
Ja, ein Päckchen Trockenhefe ersetzt den halben Würfel. Misch sie direkt unters Mehl und rechne beim ersten Gehen eher mit 75 als mit 60 Minuten – Trockenhefe kommt etwas langsamer in Schwung.
Wie bleiben die Nougatstangen so weich wie vom Bäcker?
Nicht zu dunkel backen und erst nach dem völligen Auskühlen luftdicht verpacken. Am nächsten Tag fünf Minuten bei 150 Grad aufgebacken schmecken sie fast wie frisch aus der Backstube.
Warum läuft meine Füllung beim Backen aus?
Entweder war die Füllung zu flüssig oder die Ränder waren nicht richtig angedrückt. Die Nougatmasse muss streichfest wie weiche Butter sein, und der fingerbreite freie Rand vor dem Zusammenklappen ist Pflicht, nicht Kosmetik.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Luftdicht verpackt bleiben die Stangen zwei Tage weich; danach schmecken sie kurz aufgebacken am besten. Einfrieren klappt hervorragend – am besten ohne Glasur, dann auftauen lassen, aufbacken und frisch glasieren. Im Kühlschrank haben Hefegebäcke nichts verloren, dort trocknen sie nur schneller aus.

