Apfel-Zimt-Küchlein – kleine Apfelgebäcke vom Blech
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Diese Küchlein sind entstanden, weil meine Oma für einen ganzen Kuchen keine Äpfel mehr hatte. Man setzt den Teig einfach löffelweise aufs Blech – keine Form, kein Ausrollen. Weil sie so klein sind, ist in jedem Stück ordentlich Apfel, und das ist genau der Punkt: Sie schmecken nach Obst, nicht nach Teig.

Auf einen Blick
38 Min.
Gesamtzeit
20 Min.
Arbeitszeit
18 Stück
Menge
165 kcal
Energie pro Portion
Zutaten
Für 18 Stück
Zubereitung
Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und zwei Bleche mit Backpapier belegen.
⏱ ca. 4 Min.
Die Äpfel schälen, entkernen und in etwa 1 cm große Würfel schneiden – nicht kleiner. Zu feine Würfel verschwinden im Teig, sichtbare Stücke sind hier gewollt. Sofort mit dem Zitronensaft mischen.
⏱ ca. 10 Min.
Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz schaumig aufschlagen, die Eier einzeln unterrühren. Mehl, Backpulver und Zimt mischen und kurz unterheben.
⏱ ca. 7 Min.
Die Apfelwürfel unter den Teig heben. Der Teig ist sehr fest und wirkt viel zu wenig für die Apfelmenge – das ist richtig so, er soll die Stücke gerade eben zusammenhalten.
⏱ ca. 5 Min.
Randnotiz: Wenn der Teig sich kaum rühren lässt, keinesfalls Milch zugeben. Die Äpfel geben beim Backen genug Flüssigkeit ab; ein weicherer Teig läuft auf dem Blech auseinander.
Mit zwei Esslöffeln Häufchen von etwa 4 cm Durchmesser auf die Bleche setzen, mit gut 4 cm Abstand. Die Oberfläche darf ruhig unregelmäßig sein – die Apfelstücke, die herausschauen, karamellisieren beim Backen.
⏱ ca. 8 Min.
18 Minuten backen, bis die Ränder goldbraun sind. Auf dem Blech fünf Minuten anziehen lassen, dann auf ein Gitter setzen und lauwarm oder kalt dick mit Puderzucker bestäuben.
⏱ ca. 18 Min.
Von uns getestet
Grobe Würfel gegen fein geraspelte Äpfel – zwei Bleche, sonst identisch. Mit Raspeln wurde der Teig deutlich feuchter, die Küchlein liefen breit und waren innen fast puddingartig; vom Apfel war geschmacklich wenig übrig, nur Süße. Mit Zentimeterwürfeln behielten die Küchlein ihre Form, hatten weiche Apfelstücke im Inneren und außen karamellisierte Kanten. Ein zweiter Unterschied zeigte sich am Folgetag: Die Raspelversion war klitschig, die Würfelversion noch angenehm weich.
Variationen
Mit Rosinen: 80 g in Apfelsaft eingeweicht, abgetropft, unter den Teig.
Mit Nüssen: 60 g gehackte Haselnüsse für Biss.
Mit Zuckerguss statt Puderzucker: 150 g Puderzucker mit Zitronensaft und über die kalten Küchlein träufeln.
Als Birnen-Küchlein: Birnen statt Äpfel, dafür nur 1 TL Zimt und etwas Ingwer.
Häufige Fragen
Warum laufen meine Küchlein auf dem Blech breit?
Der Teig war zu weich. Er muss so fest sein, dass ein Löffel Teig seine Form behält, wenn man ihn absetzt. Zu warme Butter, zusätzliche Flüssigkeit oder zu fein geriebene Äpfel sind die üblichen Ursachen. Notfalls zwei Esslöffel Mehl nachgeben und den Teig 15 Minuten kalt stellen.
Kann ich sie in einer Muffinform backen?
Ja, dann werden sie höher und gleichmäßiger, aber der karamellisierte Rand fehlt, der das Besondere ausmacht. Backzeit in der Muffinform etwa 20 bis 22 Minuten.
Wie lange bleiben sie frisch?
Zwei Tage in einer Dose, danach werden sie durch die Apfelfeuchtigkeit weich. Sie sind bewusst ein Gebäck für den Tag – wer länger lagern will, friert sie ein und bäckt sie kurz auf.
Muss ich die Äpfel schälen?
Bei dünnschaligen Sorten nicht zwingend, die Schale gibt sogar Farbe. Boskoop hat allerdings eine feste Schale, die in so kleinen Gebäcken deutlich zwischen den Zähnen bleibt – die schält man besser.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
In einer Dose bei Zimmertemperatur halten die Küchlein zwei Tage; nicht luftdicht verschließen, sonst weichen sie durch die Apfelfeuchtigkeit auf – eine Dose mit lose aufgelegtem Deckel ist besser. Eingefroren sind sie zwei Monate haltbar; bei 150 Grad fünf Minuten aufbacken, dann schmecken sie wie frisch. Puderzucker immer erst nach dem Aufbacken.

