Makkaroni-Wurst-Pfanne wie bei Oma – schnelle Hausmannskost
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Wenn es nach der Schule schnell gehen musste, stand diese Pfanne bei uns auf dem Tisch – Makkaroni, gebratene Fleischwurst, Tomatensauce, Käse obendrauf. Kein feines Essen, aber eins, an das sich in der Familie jeder sofort erinnert.

Auf einen Blick
40 Min.
Gesamtzeit
15 Min.
Arbeitszeit
4 Portionen
Menge
740 kcal
Energie pro Portion
Zutaten
Für 4 Portionen
Zubereitung
Die Makkaroni in reichlich Salzwasser zwei Minuten kürzer kochen, als die Packung angibt – sie garen später in der Sauce fertig und nehmen dabei Geschmack auf. Vor dem Abgießen eine Tasse Nudelwasser abschöpfen und beiseitestellen.
⏱ ca. 10 Min.
Währenddessen die Fleischwurst pellen und in etwa 1 cm dicke Würfel oder Halbmonde schneiden. Im heißen Öl kräftig anbraten, bis sie an den Rändern braun und leicht knusprig ist – das ist der halbe Geschmack dieser Pfanne, blasse Wurst schmeckt nach nichts.
⏱ ca. 5 Min.
Zwiebel- und Knoblauchwürfel zur Wurst geben und glasig braten. Dann das Tomatenmark dazugeben und eine Minute mitrösten, bis es dunkler wird – so verliert es die rohe Säure und schmeckt süßlich-kräftig.
Mit den gehackten Tomaten ablöschen, Majoran, Zucker, Salz und Pfeffer dazugeben und die Sauce 8 bis 10 Minuten offen köcheln lassen, bis sie leicht eingedickt ist. Der Zucker ist kein Fehler: Er rundet die Säure der Dosentomaten ab, ohne dass die Sauce süß schmeckt.
⏱ ca. 10 Min.
Die Makkaroni mit einem guten Schuss Nudelwasser in die Pfanne geben und alles zwei Minuten durchschwenken. Das stärkehaltige Wasser bindet die Sauce und legt sie um jede Nudel – deshalb wird sie sämig statt wässrig.
Den Käse über die Pfanne streuen, den Deckel auflegen und die Hitze ausschalten. Nach zwei bis drei Minuten ist der Käse geschmolzen – mit Schnittlauch bestreut direkt aus der Pfanne servieren.
Randnotiz: Wer eine Kruste mag, stellt die Pfanne stattdessen kurz unter den heißen Ofengrill.
Von uns getestet
Ich habe die Pfanne mit drei Würsten gegeneinander gekocht: Fleischwurst, Wiener Würstchen und Cabanossi. Die Wiener zerfielen beim Braten und wurden ledrig, die Cabanossi schmeckte gut, drückte mit ihrem Paprika-Rauch aber alles andere weg. Fleischwurst am Stück bleibt der Favorit: Sie wird außen knusprig, bleibt innen weich und lässt der Tomatensauce ihren Platz. Dünn aufgeschnittene Wurst aus der Packung taugt nicht, sie verbrennt beim Anbraten nur.
Variationen
Mit einer gewürfelten roten Paprika und einer Handvoll TK-Erbsen wird ein bisschen Gemüse untergeschmuggelt – die Paprika einfach mit den Zwiebeln anbraten.
Als Auflauf: alles in eine Form füllen, mit extra Käse bestreuen und 15 Minuten bei 200 °C überbacken.
Die weiße Variante von früher: Tomaten weglassen und stattdessen 200 g Sahne mit einem Teelöffel Senf verrühren – dazu passt Emmentaler.
Für Erwachsene: Cabanossi statt Fleischwurst und eine Prise Chiliflocken in der Sauce.
Häufige Fragen
Welche Wurst eignet sich am besten?
Fleischwurst am Stück, vom Metzger oder aus der Selbstbedienungstheke. Sie muss sich dick schneiden lassen, damit sie beim Braten Röstflächen bekommt und trotzdem saftig bleibt. Lyoner, Jagdwurst oder Schinkenwurst funktionieren genauso gut.
Kann ich die Pfanne mit frischen Tomaten machen?
Ja, im Sommer sogar besser: etwa 600 g reife Tomaten würfeln und statt der Dosentomaten verwenden, dann aber 5 Minuten länger einkochen, weil frische Tomaten mehr Wasser mitbringen. Außerhalb der Saison ist die Dose die ehrlichere Wahl.
Was kann ich statt Makkaroni nehmen?
Jede kurze, dickwandige Nudel: Rigatoni, Penne oder Fusilli. Wichtig ist nur, sie bissfest vorzukochen, damit sie beim Schwenken in der Sauce nicht weich werden. Spaghetti passen weniger gut, sie verknoten sich mit den Wurstwürfeln.
Kann ich die Pfanne mittags für abends vorkochen?
Ja, das klappt gut – dann die Nudeln aber noch bissfester lassen und den Käse erst beim Aufwärmen darüberstreuen, sonst wird er beim zweiten Erhitzen gummiartig. Vor dem Servieren einen Schluck Wasser einrühren, damit die Sauce wieder geschmeidig wird.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Reste halten sich in einer geschlossenen Dose 2 bis 3 Tage im Kühlschrank. Zum Aufwärmen mit einem Schluck Wasser in der Pfanne erhitzen, dann wird die Sauce wieder geschmeidig – in der Mikrowelle geht es auch, dann zwischendurch umrühren. Einfrieren ist möglich, die Nudeln werden nach dem Auftauen allerdings deutlich weicher.

