Bohnen-Hack-Schmand-Pfanne – ein Topf, 30 Minuten
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Eintopf ohne Topf – so hat meine Oma diese Pfanne genannt. Sie stand immer dann auf dem Herd, wenn Bohnen aus dem Garten kamen und schnell weg mussten. Der Trick ist, dass alles einzeln angebraten und erst am Schluss zusammengeführt wird: So bleibt jede Zutat sie selbst statt in einem Einheitsbrei zu verschwinden.

Auf einen Blick
40 Min.
Gesamtzeit
15 Min.
Arbeitszeit
4 Portionen
Menge
585 kcal
Energie pro Portion
Zutaten
Für 4 Portionen
Zubereitung
Die Kartoffeln schälen und in etwa 1,5 cm große Würfel schneiden. In Salzwasser acht Minuten vorkochen, abgießen und gut ausdampfen lassen – nasse Kartoffeln werden in der Pfanne nie knusprig.
⏱ ca. 12 Min.
Randnotiz: Ausdampfen heißt: abgegossen im heißen Topf stehen lassen, bis kein Dampf mehr aufsteigt. Zwei Minuten reichen und machen den Unterschied zwischen Bratkartoffel und Dampfkartoffel.
Die grünen Bohnen in Salzwasser mit dem Bohnenkraut acht Minuten garen (TK-Bohnen fünf Minuten), abgießen und kalt abschrecken – so bleiben sie grün und bissfest.
⏱ ca. 10 Min.
Zwei Esslöffel Öl in einer großen Pfanne stark erhitzen und die Kartoffelwürfel darin unter gelegentlichem Wenden goldbraun braten. Erst am Ende salzen. Herausnehmen und beiseitestellen.
⏱ ca. 10 Min.
Randnotiz: Nicht zu früh und nicht zu oft wenden. Die Kartoffeln brauchen zwei bis drei Minuten unbewegten Kontakt mit der Pfanne, um eine Kruste zu bilden.
Im restlichen Öl das Hackfleisch krümelig und braun anbraten, die Zwiebel zugeben und mitbraten. Mit Paprikapulver, Salz und Pfeffer würzen.
⏱ ca. 8 Min.
Bohnen, Mais und die Kartoffeln zurück in die Pfanne geben, die Brühe angießen und alles kurz durchschwenken.
⏱ ca. 4 Min.
Den Herd ausschalten, den Schmand unterrühren und nur noch durchziehen lassen. Abschmecken und sofort servieren – der Schmand darf nicht mehr kochen, sonst flockt er aus.
⏱ ca. 3 Min.
Von uns getestet
Alles zusammen in der Pfanne gegen getrennt angebraten – zweimal die gleiche Menge. Beim Zusammenwerfen von Anfang an gaben Kartoffeln und Hackfleisch gleichzeitig Wasser ab; nichts bräunte, alles schmorte, und das Ergebnis war ein weicher, gleichförmiger Eintopf. Getrennt gebraten und erst am Ende vereint blieben die Kartoffeln außen knusprig, das Hack hatte Röstaromen und die Bohnen ihre Farbe. Zeitaufwand: acht Minuten mehr.
Variationen
Vegetarisch: Hackfleisch durch 250 g angebratene Champignons und eine Dose Kidneybohnen ersetzen.
Low Carb: Die Kartoffeln durch Blumenkohlröschen ersetzen, ebenfalls vorgaren und anbraten.
Mit Speck: 100 g Würfel vor dem Hackfleisch auslassen und mitbraten.
Mit Käse überbacken: Alles in eine Auflaufform, Käse darüber, zehn Minuten bei 220 Grad.
Häufige Fragen
Kann ich TK-Bohnen nehmen?
Ja, sie sind vorblanchiert und brauchen nur fünf Minuten. Nicht auftauen, direkt ins kochende Wasser geben. Wichtig ist das Abschrecken danach – sonst garen sie in der Restwärme weiter und werden grau und weich.
Warum werden meine Bratkartoffeln nicht knusprig?
Drei Gründe: zu nass (ausdampfen lassen), zu wenig heiß (die Pfanne muss richtig heiß sein, bevor die Kartoffeln hineinkommen) oder zu voll (in zwei Portionen braten). Und immer erst am Ende salzen – Salz zieht Wasser heraus.
Kann ich rohe Kartoffeln nehmen?
Ja, dann dauert das Braten etwa 20 statt zehn Minuten und man sollte die Pfanne zwischendurch abdecken, damit sie durchgaren. Vorgekocht wird das Ergebnis aber zuverlässiger knusprig und die Gesamtzeit ist kaum länger.
Was passt dazu?
Nichts – das ist ein vollständiges Gericht aus einer Pfanne. Wer möchte, reicht ein Glas Gewürzgurken oder einen einfachen grünen Salat dazu, das war bei uns die übliche Beilage.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Im Kühlschrank hält die Pfanne zwei Tage. Zum Aufwärmen in einer Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen; die Kartoffeln werden dabei nicht mehr knusprig, schmecken aber gut. Einfrieren empfiehlt sich nicht: Kartoffeln werden nach dem Auftauen mehlig und der Schmand trennt sich. Wenn doch, dann ohne Schmand einfrieren und ihn frisch unterrühren.

