Möhrenkuchen mit Mandeln aus der Gugelhupfform – sehr saftig
Noch keine Bewertungen – sei du die erste!
Möhrenkuchen kannte meine Oma nur als Gugelhupf, nie als amerikanische Torte mit Frischkäsehaube. Bei ihr kam nichts obendrauf außer Puderzucker – und ehrlich gesagt braucht dieser Kuchen auch nichts. Die Möhren machen ihn so saftig, dass er noch am vierten Tag besser schmeckt als jeder Rührkuchen am ersten.

Auf einen Blick
1 Std. 20 Min.
Gesamtzeit
25 Min.
Arbeitszeit
16 Stücke
Menge
290 kcal
Energie pro Portion
Zutaten
Für 16 Stücke
Zubereitung
Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Gugelhupfform (24 cm) gründlich fetten und mit gemahlenen Mandeln ausstreuen – nicht mit Mehl. Mandeln bilden eine Trennschicht, die auch bei dem feuchten Teig hält.
⏱ ca. 6 Min.
Die Möhren schälen und auf der FEINEN Seite der Reibe raspeln. Grobe Raspel bleiben im fertigen Kuchen als Streifen sichtbar und geben ihr Wasser erst beim Backen ab – dann wird der Rand nass.
⏱ ca. 12 Min.
Randnotiz: Die geraspelten Möhren in ein Küchentuch geben und kräftig ausdrücken, wenn sie sehr saftig sind. Zwei bis drei Esslöffel Saft dürfen ruhig heraus.
Eiweiße mit dem Salz steif schlagen und dabei 70 g des Zuckers einrieseln lassen. Beiseitestellen.
⏱ ca. 6 Min.
Eigelbe mit dem restlichen Zucker, dem Öl, Zitronenabrieb und -saft hellcremig aufschlagen. Mehl, Backpulver, Zimt und Nelkenpulver mischen und unterrühren, dann die Mandeln und zuletzt die Möhrenraspel unterheben.
⏱ ca. 10 Min.
Den Eischnee in drei Portionen unterheben – die erste darf man kräftig einrühren, um den schweren Teig zu lockern, die letzten beiden nur noch vorsichtig falten.
⏱ ca. 6 Min.
Den Teig in die Form füllen und 50 bis 55 Minuten backen. Stäbchenprobe an der dicksten Stelle machen. Den Kuchen 15 Minuten in der Form ruhen lassen, dann stürzen, vollständig auskühlen lassen und dick mit Puderzucker bestäuben.
⏱ ca. 55 Min.
Randnotiz: Bei diesem Kuchen bleibt oft ein feuchter Streifen am Boden zurück, obwohl das Stäbchen sauber ist. Das ist normal und verschwindet über Nacht, wenn sich die Feuchtigkeit im Kuchen verteilt.
Von uns getestet
Fein geraspelt gegen grob geraspelt – zwei identische Kuchen, nur die Reibe war anders. Der grob geraspelte hatte nach dem Backen einen deutlich feuchten Ring am Rand und wog 30 Gramm mehr, weil die dicken Raspel ihr Wasser erst im Ofen abgaben und es nicht mehr verdunsten konnte. Der fein geraspelte war gleichmäßig saftig durch. Nach drei Tagen war der grobe an der Außenkante bereits leicht speckig, der feine unverändert.
Variationen
Mit Walnüssen: 80 g der Mandeln durch grob gehackte Walnüsse ersetzen, das gibt Biss und eine herbere Note.
Als Osterkuchen mit Marzipanmöhrchen obenauf – die klassische Deko, für die dieser Kuchen gemacht ist.
Mit Zitronenguss statt Puderzucker: 150 g Puderzucker mit 2–3 EL Zitronensaft glatt rühren und über den kalten Kuchen laufen lassen.
Als Blechkuchen: Teigmenge auf ein kleines Blech, 30 Minuten backen und in Würfel schneiden.
Häufige Fragen
Warum ist mein Möhrenkuchen innen speckig?
Meist zu viel Möhrenwasser. Fein raspeln und bei sehr saftigen Möhren ausdrücken. Der zweite häufige Grund ist zu frühes Stürzen: Der Kuchen braucht 15 Minuten Ruhe in der Form, sonst reißt die noch weiche Krume und sackt zusammen.
Kann ich die Mandeln durch Mehl ersetzen?
Nur teilweise. Die Mandeln binden einen großen Teil der Möhrenfeuchtigkeit und geben dem Kuchen seine Saftigkeit – ersetzt man sie komplett durch Mehl, wird er trocken und gleichzeitig innen klitschig. Bis zu 100 g kann man tauschen, mehr nicht.
Muss ich die Eier trennen?
Für dieses Ergebnis ja. Ein Teig mit 250 g Mandeln und 300 g Möhren ist schwer; ohne den Eischnee wird der Gugelhupf kompakt wie ein Brot. Wer keine Zeit hat, nimmt die Eier ganz und ein zusätzliches halbes Päckchen Backpulver – der Kuchen wird dann flacher, schmeckt aber.
Wie bekomme ich den Kuchen sauber aus der Gugelhupfform?
Fetten und mit gemahlenen Mandeln ausstreuen statt mit Mehl, und die Form vor dem Stürzen 15 Minuten stehen lassen. Wenn er trotzdem klemmt: die Form kurz auf ein feuchtes, kaltes Tuch stellen – der Temperaturschock löst den Rand fast immer.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Unter einer Kuchenhaube bei Zimmertemperatur hält er fünf Tage und wird bis zum dritten Tag besser. Nicht in den Kühlschrank, dort trocknet er aus. Einfrieren geht sehr gut, am besten in Stücken: einzeln wickeln, drei Monate haltbar, bei Zimmertemperatur auftauen. Puderzucker immer erst nach dem Auftauen aufstreuen.

