Zitronen-Buttermilch-Kuchen – Omas saftiges Blechkuchen-Rezept
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Dieser Blechkuchen ist mein Rezept für Tage, an denen sich kurzfristig Besuch ankündigt. Meine Oma hatte ihn in zwanzig Minuten im Ofen, und die Buttermilch macht ihn so saftig, dass ihn auch am dritten Tag niemand trocken nennt. Mehr als eine Schüssel und ein Handrührgerät brauchst du nicht.

Auf einen Blick
50 Min.
Gesamtzeit
20 Min.
Arbeitszeit
20 Stücke
Menge
270 kcal
Energie pro Portion
Zutaten
Für 20 Stücke
Für den Teig
Für den Guss
Zubereitung
Heize den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor und lege ein tiefes Backblech mit Backpapier aus. Wasch die Zitronen heiß ab und reib sie trocken. Reib die Schale beider Zitronen fein ab und press eine davon aus – den Saft der zweiten hebst du für den Guss auf.
⏱ ca. 10 Min.
Randnotiz: Nur die gelbe Schale abreiben, das Weiße darunter macht bitter.
Verrühre den Zitronenabrieb mit dem Zucker und lass die Mischung fünf Minuten stehen. Der Zucker zieht dabei die ätherischen Öle aus der Schale, und der Kuchen schmeckt am Ende deutlich intensiver nach Zitrone als mit nur untergerührtem Abrieb. Schlag anschließend die weiche Butter mit dem Zitronenzucker und dem Vanillezucker hell und cremig auf.
⏱ ca. 8 Min.
Rühr die Eier einzeln unter, jedes etwa eine halbe Minute lang. So bindet die Masse sauber, statt zu gerinnen. Sollte sie doch grieselig aussehen, gib einen Esslöffel vom abgewogenen Mehl dazu und rühr kurz weiter – das fängt die Flüssigkeit auf.
⏱ ca. 4 Min.
Misch Mehl, Backpulver und Salz und gib die Mischung abwechselnd mit der Buttermilch in zwei, drei Portionen zum Teig. Rühr dabei nur so lange, bis nichts Trockenes mehr zu sehen ist – je länger du rührst, desto zäher wird der Kuchen. Zum Schluss kommt der Saft der ersten Zitrone dazu.
⏱ ca. 5 Min.
Streich den Teig gleichmäßig auf das Blech und back ihn 25 bis 30 Minuten auf mittlerer Schiene. Mach die Stäbchenprobe in der Mitte: Bleibt kein Teig am Holzstäbchen hängen, ist er fertig. Lass ihn danach etwa 15 Minuten auf dem Blech abkühlen, bis er nur noch warm ist.
⏱ ca. 30 Min.
Rühr den Puderzucker mit dem Saft der zweiten Zitrone glatt – der Guss soll dick vom Löffel fließen, nicht wässrig sein. Streich ihn auf den warmen, aber nicht mehr heißen Kuchen. So zieht ein Teil des Gusses in die oberste Teigschicht ein, der Rest trocknet zu einer dünnen, säuerlichen Kruste.
⏱ ca. 5 Min.
Von uns getestet
Ich habe den Kuchen zweimal parallel gebacken: einmal mit 250 g Butter, einmal mit 200 ml neutralem Öl. Die Ölvariante war einen Tick fluffiger, schmeckte aber flach – die Butter trägt das Zitronenaroma deutlich besser. Auch beim Guss habe ich getestet: Auf dem heißen Kuchen direkt aus dem Ofen versickert er vollständig, auf dem kalten liegt er als dicke Platte obenauf. Lauwarm ist der Punkt, an dem beides passiert – einziehen und Kruste bilden. Seitdem stelle ich mir nach dem Ofen einen Timer auf 15 Minuten.
Variationen
Mit 150 g Blaubeeren: Wälze sie in einem Esslöffel Mehl und heb sie ganz zum Schluss unter, dann sinken sie nicht auf den Boden ab.
Als Zitronen-Mohn-Kuchen: Misch 3 EL gemahlenen Mohn unter das Mehl – die leichte Bitternote passt gut zur Buttermilch.
Im Winter mit Orange: Abrieb und Saft von einer Orange plus einer halben Zitrone, den Guss nur mit Orangensaft anrühren.
In der Gugelhupfform: gleiche Menge, aber 50 bis 55 Minuten Backzeit; den Guss nach dem Stürzen über den noch warmen Kuchen laufen lassen.
Häufige Fragen
Kann ich die Buttermilch ersetzen?
Ja. Verrühre 250 ml Milch mit einem Esslöffel Zitronensaft und lass das zehn Minuten stehen – die Milch dickt leicht an und übernimmt die Rolle der Buttermilch. Auch Kefir oder ein Gemisch aus Naturjoghurt und Milch zu gleichen Teilen funktioniert. Die feine Säure ist wichtig, weil sie zusammen mit dem Backpulver den Teig locker macht.
Warum ist mein Buttermilchkuchen speckig geworden?
Meist liegt es an zu kalten Zutaten oder an zu langem Rühren. Butter, Eier und Buttermilch sollten Zimmertemperatur haben, sonst verbindet sich der Teig nicht richtig. Und sobald das Mehl drin ist, nur noch kurz rühren – langes Rühren entwickelt das Klebereiweiß, und der Kuchen wird dicht statt locker.
Kann ich den Kuchen einfrieren?
Ohne Guss sehr gut. Schneide ihn in Stücke und frier sie in Gefrierbeuteln ein, so halten sie drei Monate. Nach dem Auftauen bei Zimmertemperatur rührst du den Guss frisch an – gefrorener Zuckerguss wird beim Auftauen fleckig und feucht.
Geht das Rezept auch in der Springform?
Ja, für eine 26er-Springform nimmst du zwei Drittel der Menge und backst 40 bis 45 Minuten. Mit der vollen Menge wird der Kuchen sehr hoch und braucht knapp eine Stunde; deck ihn dann nach 40 Minuten mit Backpapier ab, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Abgedeckt bei Zimmertemperatur hält der Kuchen drei bis vier Tage – der Guss wirkt dabei wie eine Schutzschicht gegen das Austrocknen. In den Kühlschrank muss er nicht, dort wird der Teig eher fest. Angeschnittene Kanten deckst du am besten direkt mit Frischhaltefolie ab.
