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Gulasch aus dem Backofen – zart geschmort wie bei Oma

4 / 5 · 1 Bewertung

Meine Oma hat Gulasch nie auf dem Herd bewacht, sondern den Bräter einfach in den Ofen geschoben. Die gleichmäßige Hitze von allen Seiten macht das Fleisch butterzart, und angebrannt ist dabei nie etwas. Seitdem mache ich es genauso.

Gulasch aus dem Backofen
30 Min.Arbeitszeit
3 Std.Koch-/Backzeit
EinfachSchwierigkeit
14. Juni 2026Veröffentlicht

Auf einen Blick

3 Std. 40 Min.

Gesamtzeit

30 Min.

Arbeitszeit

6 Portionen

Menge

430 kcal

Energie pro Portion

Regional verglichen

Beim Zwiebelanteil haben wir zwei Schulen gegeneinander gekocht: das Wiener Saftgulasch mit gleich viel Zwiebeln wie Fleisch und die norddeutsche Hausmacherart mit nur einer großen Zwiebel aufs Kilo. Die Wiener Menge ergab eine dickere, deutlich süßere Soße, in der ein Teil der Esser die Paprikanote vermisste; die sparsame Variante blieb dünn und brauchte am Ende doch Mehl zum Binden. Unsere 600 g auf 1,2 kg Fleisch sind der Mittelweg, der beides kann: Die Soße bindet von selbst und schmeckt trotzdem nach Paprika, nicht nach Zwiebelmarmelade.

Variationen

  • Mit Gemüse: 30 Minuten vor Schluss zwei in Stücke geschnittene Paprikaschoten und 250 g halbierte Champignons untermischen.

  • Szegediner Art: Nach der Hälfte der Schmorzeit 500 g abgetropftes Sauerkraut unterrühren und am Ende einen Becher Schmand einziehen.

  • Wie früher unter der Woche: halb Rind, halb Schweineschulter – die günstigere Alltagsvariante, die in derselben Zeit weich schmort.

Häufige Fragen

Welches Fleisch eignet sich am besten für Gulasch?

Rinderwade (auch Hesse genannt) ist die erste Wahl: Sie hat viel Bindegewebe, das beim langen Schmoren zu Gelatine wird und die Soße trägt. Auch Schulter funktioniert gut. Mageres Fleisch wie Oberschale wird dagegen trocken – Gulasch braucht durchwachsene Stücke.

Warum ist mein Gulasch zäh geworden?

Fast nie liegt es am Fleisch, fast immer an der Zeit. Gulasch durchläuft eine Phase, in der es zäh wirkt, bevor das Bindegewebe schmilzt – wer da aufhört, erwischt den schlechtesten Moment. Gib ihm bei 150 °C schlicht länger; nach drei Stunden ist praktisch jedes Schmorfleisch weich.

Geht das Rezept auch ohne Rotwein?

Ja, ersetze ihn einfach durch dieselbe Menge Brühe und schmecke am Ende mit einem kleinen Spritzer Essig ab – die Säure, die der Wein mitgebracht hätte, fehlt der Soße sonst. Geschmacklich ist der Unterschied am Ende kleiner, als viele denken.

Kann ich das Gulasch auch auf dem Herd kochen?

Natürlich, so wurde es jahrzehntelang gemacht: zugedeckt bei kleinster Stufe und gleicher Dauer, aber du musst regelmäßig umrühren, damit nichts ansetzt. Der Ofen nimmt dir genau diese Arbeit ab und heizt gleichmäßiger. Im Ergebnis unterscheiden sich beide Wege kaum – nur im Aufwand.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Im Kühlschrank hält sich das Gulasch abgedeckt drei Tage und wird von Tag zu Tag besser. Aufwärmen am besten langsam im Topf oder zugedeckt im Ofen, bei Bedarf mit einem Schuss Brühe. Portionsweise eingefroren hält es drei Monate – die Soße friert dank der Zwiebelbindung völlig problemlos ein und trennt sich beim Auftauen nicht.

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