Cremige Blumenkohlsuppe wie von Oma – samtig & einfach
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Wenn es im Treppenhaus nach Blumenkohl roch, wusste ich schon vor der Wohnungstür, was es gibt. Meine Oma hat nie alle Röschen püriert – eine Handvoll wurde in Butter goldbraun gebraten und kam als Einlage obendrauf. Genau so koche ich die Suppe bis heute.

Auf einen Blick
40 Min.
Gesamtzeit
15 Min.
Arbeitszeit
4 Portionen
Menge
235 kcal
Energie pro Portion
Zutaten
Für 4 Portionen
Zubereitung
Den Blumenkohl in Röschen teilen und den Strunk nicht wegwerfen: schälen, würfeln und mitverwenden – er schmeckt genauso wie die Röschen und wird ohnehin püriert. Eine gute Handvoll kleiner, schöner Röschen für die Einlage beiseitelegen.
⏱ ca. 10 Min.
Die Butter in einem großen Topf schmelzen und die Zwiebel darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten, ohne dass sie Farbe nimmt – gebräunte Zwiebeln würden die helle Suppe gräulich machen. Kartoffelwürfel und Blumenkohl dazugeben und zwei bis drei Minuten mitdünsten.
⏱ ca. 5 Min.
Mit der Gemüsebrühe aufgießen, einmal aufkochen und dann bei mittlerer Hitze 15 bis 20 Minuten leise köcheln lassen, bis sich der Blumenkohl mit dem Messer ohne Widerstand einstechen lässt. Nicht länger als nötig kochen – zu lange gekochter Kohl entwickelt Bitterstoffe und den typischen strengen Geruch.
⏱ ca. 18 Min.
In der Zwischenzeit die beiseitegelegten Röschen in einem Esslöffel Butter bei mittlerer Hitze goldbraun braten und leicht salzen. Diese gerösteten Röschen sind später der beste Teil der Suppe – nussig und mit Biss.
⏱ ca. 5 Min.
Die Suppe mit dem Stabmixer gründlich glatt pürieren, mindestens eine Minute lang – erst dann wird sie wirklich samtig statt nur fein. Die Sahne einrühren und die Suppe nicht mehr sprudelnd kochen lassen.
⏱ ca. 3 Min.
Randnotiz: Wer einen Standmixer hat: Der macht die Suppe noch feiner, aber heiße Suppe nur zur Hälfte einfüllen und den Deckel mit einem Tuch festhalten.
Mit Salz, weißem Pfeffer, Muskat und zum Schluss dem Zitronensaft abschmecken. Der weiße Pfeffer ist kein Zufall: Er würzt, ohne schwarze Punkte in der hellen Suppe zu hinterlassen. In Teller füllen, die gebratenen Röschen daraufsetzen und mit Schnittlauch bestreuen.
⏱ ca. 2 Min.
Von uns getestet
Kartoffel gegen Mehlschwitze – wir haben beide Bindungen parallel gekocht. Die Mehlschwitze machte die Suppe zwar dicker, schmeckte aber selbst nach zehn Minuten Kochzeit noch leicht mehlig durch, und der Blumenkohlgeschmack wirkte zugedeckt. Die Variante mit einer mehligkochenden Kartoffel war samtiger und schmeckte klarer nach Blumenkohl. Den deutlichsten Unterschied gab es beim Aufwärmen am nächsten Tag: Die Mehlschwitzen-Version setzte sich ab und musste neu aufgeschlagen werden, die Kartoffelversion blieb glatt.
Variationen
Mit Knusper obendrauf: Statt der gebratenen Röschen passen auch Croutons aus altbackenem Brot oder in Butter geröstete Mandelblättchen.
Als Currysuppe: Einen halben Teelöffel Currypulver mit der Zwiebel andünsten – Blumenkohl und Curry sind alte Freunde, die Suppe bekommt Wärme und eine schöne Farbe.
Mit Käse: 50 g geriebenen Bergkäse nach dem Pürieren bei ausgeschaltetem Herd einrühren, das macht die Suppe deftiger und fast schon zum Hauptgericht.
Geröstete Tiefe: Die Hälfte des Blumenkohls vor dem Kochen bei 200 Grad 20 Minuten im Ofen rösten und dann mitpürieren – die Suppe schmeckt dadurch nussiger und kräftiger.
Häufige Fragen
Warum schmeckt meine Blumenkohlsuppe bitter?
Meistens wurde der Kohl zu lange oder zu heftig gekocht – dabei entstehen Bitterstoffe und der strenge Kohlgeruch. Nur so lange köcheln, bis die Röschen weich sind, dann sofort pürieren. Auch stark gebräunte Zwiebeln oder angesetzter Topfboden können eine bittere Note hineinbringen.
Kann ich TK-Blumenkohl verwenden?
Ja, das funktioniert gut, weil der Kohl ohnehin püriert wird. Gefroren direkt in die Brühe geben und die Kochzeit um etwa fünf Minuten verkürzen. Nur für die gebratene Röschen-Einlage ist frischer Blumenkohl besser, TK-Röschen werden in der Pfanne eher weich als goldbraun.
Wie wird die Suppe sämig ohne Sahne?
Einfach eine zweite Kartoffel mitkochen und gründlich pürieren – die Stärke bindet die Suppe von allein. Ein Stück kalte Butter, am Ende eingerührt, gibt zusätzlich Glanz und Fülle. Auch ein Schuss Hafercuisine funktioniert, schmeckt aber leicht vor.
Kann man den Strunk wirklich mitessen?
Ja, unbedingt. Unter der holzigen Außenschicht ist der Strunk zart und schmeckt wie die Röschen, nur etwas süßer. Großzügig schälen, würfeln, mitkochen – bei einer pürierten Suppe merkt niemand einen Unterschied, und es landet ein Drittel weniger im Müll.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Im Kühlschrank hält sich die Suppe abgedeckt drei Tage; beim Aufwärmen nur erhitzen, nicht mehr sprudelnd kochen. Einfrieren geht gut – am besten vor dem Einrühren der Sahne portionsweise einfrieren und die Sahne erst nach dem Auftauen frisch dazugeben, dann bleibt die Suppe glatt. Die gebratenen Röschen immer frisch zubereiten, aufbewahrt werden sie weich.

