Brokkoli-Kartoffel-Suppe mit Käse – in 20 Minuten fertig
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Diese Suppe ist bei uns entstanden, weil immer ein halber Brokkoli übrig blieb. Meine Oma hat ihn nie ganz weich gekocht, sondern die Hälfte grob püriert und die Hälfte in Röschen gelassen – dadurch löffelt man Suppe und isst gleichzeitig Gemüse. Der Käse kommt erst zum Schluss dazu, und zwar bei ausgeschaltetem Herd.

Auf einen Blick
30 Min.
Gesamtzeit
10 Min.
Arbeitszeit
4 Portionen
Menge
390 kcal
Energie pro Portion
Zutaten
Für 4 Portionen
Zubereitung
Butter in einem großen Topf schmelzen, Zwiebel und Möhrenwürfel darin bei mittlerer Hitze fünf Minuten dünsten, ohne dass sie Farbe nehmen.
⏱ ca. 6 Min.
Die Kartoffelwürfel zugeben, mit der Brühe aufgießen und zehn Minuten köcheln lassen, bis sie fast weich sind. Die mehligkochenden Kartoffeln sind hier die Bindung – deshalb keine festkochenden nehmen, die geben keine Stärke ab.
⏱ ca. 12 Min.
Brokkoli in Röschen teilen, den Strunk schälen und würfeln. Beides zugeben und nur noch fünf bis sechs Minuten mitkochen. Der Brokkoli soll gerade weich sein, nicht zerfallen – zu lang gekocht wird er grau und schmeckt streng.
⏱ ca. 8 Min.
Randnotiz: Ein Drittel der schönsten Röschen nach drei Minuten herausnehmen und beiseitestellen. Sie kommen am Ende zurück in die Suppe und geben Biss.
Den Topf vom Herd nehmen und die Suppe mit dem Stabmixer nur zur Hälfte pürieren – ein paar Züge reichen. Es soll cremig werden, aber erkennbar bleiben, was drin ist.
⏱ ca. 3 Min.
Sahne, Senf und Muskat einrühren. Jetzt den geriebenen Käse in drei Portionen einstreuen und jedes Mal rühren, bis er geschmolzen ist. Der Herd bleibt dabei AUS.
⏱ ca. 5 Min.
Randnotiz: Käse in kochende Flüssigkeit gegeben flockt aus und wird fadenziehend. Unter 80 Grad schmilzt er glatt ein – deshalb erst vom Herd nehmen, dann Käse.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken, die beiseitegelegten Röschen unterheben und sofort servieren. Dazu passt geröstetes Brot.
⏱ ca. 3 Min.
Von uns getestet
Käse bei kochender Suppe gegen Käse bei ausgeschaltetem Herd – zwei Töpfe, gleiche Menge Cheddar. Im kochenden Topf trennte sich der Käse binnen einer Minute sichtbar: Fett schwamm obenauf, das Eiweiß zog sich zu Fäden zusammen und legte sich als Klumpen an den Löffel. Im Topf ohne Hitze schmolz derselbe Käse glatt ein und die Suppe blieb samtig. Wieder erwärmt bei niedriger Stufe blieb sie stabil – nur aufkochen darf man sie danach nicht mehr.
Variationen
Mit Blumenkohl statt Brokkoli – milder und heller, sonst identisch in der Zubereitung.
Mit Speck: 100 g Würfel auslassen und die Suppe damit sowie mit dem ausgelassenen Fett abschmecken.
Schärfer: eine Prise Cayennepfeffer und einen Teelöffel Paprikapulver mit der Zwiebel andünsten.
Ohne Sahne: die Sahne durch 150 ml Milch ersetzen und eine Kartoffel mehr mitkochen – dann bindet die Stärke.
Häufige Fragen
Warum flockt mein Käse aus?
Die Suppe war zu heiß. Käse braucht zum glatten Schmelzen unter 80 Grad; darüber gerinnt das Eiweiß und trennt sich vom Fett. Topf vom Herd nehmen, eine Minute warten, dann den Käse portionsweise einstreuen. Vorgeriebener Käse aus der Tüte enthält außerdem Trennmittel und schmilzt schlechter als selbst geriebener am Stück.
Kann ich TK-Brokkoli nehmen?
Ja, gefroren direkt in die Brühe geben und die Kochzeit auf drei bis vier Minuten verkürzen – TK-Brokkoli ist vorblanchiert. Für die bissfesten Röschen am Ende ist frischer Brokkoli allerdings deutlich besser, TK-Röschen zerfallen leicht.
Warum wird meine Suppe grau statt grün?
Zu lange gekocht. Das Chlorophyll im Brokkoli zerfällt nach etwa acht Minuten Kochzeit und die Farbe kippt ins Olivgrüne. Kurz kochen, sofort servieren – und beim Aufwärmen nur erhitzen, nicht noch einmal kochen lassen.
Welcher Käse eignet sich am besten?
Ein mittelalter Cheddar bringt Farbe und Würze, junger Gouda schmilzt am glattesten. Bergkäse oder Emmentaler funktionieren auch, sind aber fadenziehender. Finger weg von Parmesan – der ist zu trocken und wird in der Suppe grieselig.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Im Kühlschrank hält die Suppe drei Tage. Beim Aufwärmen nur bei niedriger Stufe erhitzen und nicht kochen lassen, sonst trennt sich der Käse doch noch. Einfrieren ist bei Käsesuppen heikel: Am besten die Suppe OHNE Käse und Sahne einfrieren (bis zu drei Monate) und beides erst nach dem Auftauen frisch einrühren – dann schmeckt sie wie am ersten Tag.

