Schneeball-Torte wie von Oma mit Quarkcreme und Kirschen
Noch keine Bewertungen – sei du die erste!
Der erste Schnee und diese Torte gehörten bei meiner Oma zusammen – die weiße Kuppel stand im Advent fast jeden Sonntag auf dem Tisch. Von außen sieht sie aufwendig aus, dabei steckt dahinter nur ein einfacher Trick mit einer Schüssel. Genau den zeige ich dir hier.

Auf einen Blick
5 Std. 25 Min.
Gesamtzeit
45 Min.
Arbeitszeit
12 Stücke
Menge
360 kcal
Energie pro Portion
Zutaten
Für 12 Stücke
Für den Biskuitboden
Für Füllung und Creme
Für die Schneehülle
Zubereitung
Heize den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor und lege den Boden einer 26er-Springform mit Backpapier aus – den Rand lässt du ungefettet, daran zieht sich der Biskuit beim Backen hoch. Schlage die Eier mit Zucker, Vanillezucker und Salz mindestens 6 Minuten, bis eine dicke, helle Creme entsteht. Sieb Mehl und Backpulver darüber und heb beides in zwei Portionen vorsichtig unter.
⏱ ca. 15 Min.
Randnotiz: Die Eimasse ist fertig geschlagen, wenn sie in Bändern vom Löffel fällt, die auf der Oberfläche kurz sichtbar bleiben.
Fülle den Teig in die Form und backe den Biskuit 20 bis 25 Minuten, bis er goldgelb ist und auf Fingerdruck zurückfedert. Lass ihn kurz in der Form ruhen, löse dann den Rand mit einem Messer und lass ihn auf einem Gitter vollständig auskühlen. Währenddessen lässt du die Kirschen in einem Sieb gründlich abtropfen.
⏱ ca. 25 Min.
Leg eine runde Schüssel mit etwa zwei Litern Inhalt glatt mit Frischhaltefolie aus und lass die Ränder großzügig überstehen. Diese Schüssel formt später die Kuppel – je halbrunder sie ist, desto schöner wird der Schneeball. Streich die Folie mit den Händen möglichst faltenfrei an.
Randnotiz: Ein paar Tropfen Wasser in der Schüssel lassen die Folie besser haften.
Verrühre den Quark mit Puderzucker, Vanillezucker und Zitronenschale glatt. Schlag die kalte Sahne mit dem Sahnesteif steif und heb sie in zwei Portionen unter den Quark. Die Creme soll standfest sein, aber nicht fest wie Butter – so lässt sie sich gleich sauber schichten.
⏱ ca. 10 Min.
Fülle ein Drittel der Creme in die Schüssel und drück die Hälfte der abgetropften Kirschen hinein. Wiederhole das mit dem zweiten Drittel Creme und den restlichen Kirschen und streich das letzte Drittel glatt darüber. Leg den ausgekühlten Biskuitboden mit leichtem Druck obenauf – er wird nach dem Stürzen zum Tortenboden.
Schlag die überstehende Folie über den Boden und stell die Schüssel mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, in den Kühlschrank. In dieser Zeit zieht die Creme an und verbindet sich mit Kirschen und Boden. Ohne diese Kühlzeit fällt die Kuppel beim Stürzen auseinander.
⏱ ca. 240 Min.
Klapp die Folie auf, leg eine Tortenplatte verkehrt herum auf die Schüssel und stürze beides zusammen mit Schwung. Heb die Schüssel ab, zieh die Folie vorsichtig von der Kuppel und drück Schokoraspel und geröstete Mandelblättchen rundherum leicht an. Bis zum Servieren bleibt die Torte im Kühlschrank.
Randnotiz: Die Raspel haften am besten, wenn die Oberfläche noch kühlschrankkalt und leicht feucht ist.
Von uns getestet
Wir haben die Kuppel zweimal gebaut: einmal freihändig mit der Palette aufgetürmt, einmal über Nacht in der Schüssel geformt und gestürzt. Freihändig sackte die Creme trotz Sahnesteif nach zwei Stunden sichtbar ab, die gestürzte Version stand auch am nächsten Nachmittag noch wie am Anfang. Auch bei der Hülle gab es einen klaren Sieger: Kokosraspeln sahen zwar schneeweiß aus, bissen sich aber geschmacklich mit der Zitronencreme, während geraspelte weiße Schokolade sich rund einfügt. Seitdem gibt es bei uns nur noch die Schüssel-Version mit Schokohülle.
Variationen
Mit Mandarinen statt Kirschen wird die Torte milder – ein kleines Abtropfglas reicht, die Früchte vorher gut abtropfen lassen.
Vier Esslöffel Eierlikör in der Quarkcreme machen aus dem Schneeball eine Festtagstorte für die Erwachsenen-Kaffeetafel.
Für eine Kokos-Version rührst du 3 EL Kokosraspeln in die Creme und hüllst die Kuppel in geröstete Kokoschips.
Statt Biskuit funktioniert auch ein Boden aus 200 g zerbröselten Butterkeksen und 80 g geschmolzener Butter – dann muss gar nicht gebacken werden.
Häufige Fragen
Kann ich die Schneeball-Torte am Vortag zubereiten?
Ja, sie ist sogar besser, wenn sie über Nacht in der Schüssel durchzieht. Stürze sie aber erst am Serviertag und bring auch die Schokohülle erst dann an – so bleibt die Oberfläche makellos. Länger als zwei Tage im Voraus würde ich sie nicht bauen, weil die Kirschen die Creme langsam färben.
Warum wird meine Quark-Sahne-Creme nicht fest?
Meist ist die Sahne zu warm geschlagen oder der Quark zu flüssig. Nimm Sahne direkt aus dem Kühlschrank, verwende Sahnesteif und lass Quark kurz im Sieb abtropfen, wenn viel Molke im Becher steht. Die volle Kühlzeit von vier Stunden ist außerdem nicht verhandelbar.
Welche Schüssel eignet sich für die Kuppelform?
Ideal ist eine halbrunde Schüssel aus Glas oder Metall mit etwa zwei Litern Inhalt und rund 20 Zentimetern Durchmesser. Sie sollte etwas kleiner sein als der Biskuitboden, damit nach dem Stürzen ein schmaler Rand stehen bleibt. Schüsseln mit breitem, flachem Boden ergeben eine kantige statt runde Kuppel.
Kann ich Mascarpone statt Quark verwenden?
Das geht, macht die Torte aber deutlich schwerer und süßer. Ich würde höchstens die Hälfte des Quarks durch Mascarpone ersetzen und den Puderzucker etwas reduzieren. Die leichte Säure des Quarks gehört für mich zum Charakter dieser Torte – sie hält die weiße Schokolade im Zaum.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Gut abgedeckt hält sich die Schneeball-Torte zwei bis drei Tage im Kühlschrank, wobei die Hülle nach dem ersten Tag etwas Feuchtigkeit zieht. Streu deshalb nur so viel Schokolade und Mandeln auf, wie am selben Tag gegessen wird, und bewahre den Rest der Raspel separat auf. Einfrieren empfehle ich nicht – die Quarkcreme wird beim Auftauen grießig und die Kuppel verliert ihre Form.

