Streuselkuchen mit Puddingfüllung – Omas Blechkuchen-Rezept
Noch keine Bewertungen – sei du die erste!
Um die Mittelstücke von diesem Blechkuchen haben wir Enkel uns regelmäßig gestritten – da ist die Puddingschicht am dicksten. Meine Oma hat ihn samstags gebacken, weil der Hefeteig nebenbei gehen konnte, während sie den Rest erledigte. Vom Bäcker haben wir ihn danach nie wieder gekauft.

Auf einen Blick
2 Std. 35 Min.
Gesamtzeit
45 Min.
Arbeitszeit
20 Stücke
Menge
360 kcal
Energie pro Portion
Zutaten
Für 20 Stücke
Für den Hefeteig
Für die Puddingfüllung
Für die Streusel
Zubereitung
Bröckle die Hefe in die lauwarme Milch, gib einen Teelöffel vom Zucker dazu und verrühr alles, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Lauwarm heißt: Du hältst den Finger hinein und spürst fast nichts. Ist die Milch zu heiß, stirbt die Hefe, und der Teig geht nicht auf.
⏱ ca. 5 Min.
Gib Mehl, den restlichen Zucker, Ei, weiche Butter und Salz in eine Schüssel, gieß die Hefemilch dazu und knete alles acht bis zehn Minuten, mit der Maschine oder mit den Händen. Der Teig ist fertig, wenn er glatt und elastisch ist und sich vom Schüsselrand löst. Diese Knetzeit baut das Gerüst auf, das den schweren Belag später trägt.
⏱ ca. 10 Min.
Deck die Schüssel ab und lass den Teig an einem warmen Ort etwa 60 Minuten gehen, bis er sein Volumen sichtbar verdoppelt hat. Wie lange das dauert, hängt von der Raumtemperatur ab – geh nach dem Volumen, nicht nach der Uhr.
⏱ ca. 60 Min.
Koch währenddessen den Pudding: Verrühr das Puddingpulver mit dem Zucker und etwas von der kalten Milch klümpchenfrei, bring die restliche Milch zum Kochen und rühr die Puddingmischung ein. Lass alles unter Rühren eine Minute sprudelnd kochen. Drück dann Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche, damit sich keine Haut bildet, und lass den Pudding auf lauwarm abkühlen.
⏱ ca. 10 Min.
Für die Streusel gibst du Mehl, Zucker, Vanillezucker und Salz in eine Schüssel und knetest die kalten Butterwürfel mit den Fingerspitzen hinein – nur so lange, bis grobe Klumpen entstehen. Die kalte Butter ist der Punkt: Mit weicher Butter bekommst du einen zweiten Teig statt Streusel. Stell die Streusel bis zur Verwendung in den Kühlschrank.
⏱ ca. 10 Min.
Roll den gegangenen Teig auf einem mit Backpapier belegten Blech aus und zieh ihn bis in die Ecken. Deck ihn ab und lass ihn noch einmal 15 Minuten gehen, während der Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizt. Diese zweite kurze Gare macht den Boden locker statt zäh.
⏱ ca. 15 Min.
Rühr den lauwarmen Pudding einmal glatt und streich ihn gleichmäßig auf den Teig; lass rundum einen fingerbreiten Rand frei. Verteil die Streusel dicht darüber, bis vom Pudding fast nichts mehr zu sehen ist.
⏱ ca. 5 Min.
Back den Kuchen 30 bis 35 Minuten auf mittlerer Schiene, bis die Streusel goldbraun sind. Lass ihn auf dem Blech vollständig auskühlen – erst dann wird die Puddingschicht schnittfest. Warm angeschnitten läuft sie dir davon, so schwer das Warten fällt.
⏱ ca. 35 Min.
Von uns getestet
Die Puddingschicht habe ich in drei Varianten getestet: kochend heiß aufgestrichen, lauwarm und kalt aus dem Kühlschrank. Heiß weicht der Pudding den rohen Hefeteig auf, der Boden wird klitschig. Kalt lässt er sich kaum noch streichen, ohne den Teig einzudrücken. Lauwarm, unter Folie abgekühlt, ist er streichfähig, und der Boden backt sauber durch – das ist seitdem mein Standard. Zwei Päckchen Puddingpulver auf einen Liter Milch ergeben genau die Schicht, die nach dem Auskühlen schnittfest ist, aber noch cremig schmeckt.
Variationen
Mit Kirschen: Ein Glas gut abgetropfte Sauerkirschen auf dem Pudding verteilen, bevor die Streusel daraufkommen – die Säure passt hervorragend zur süßen Füllung.
Mit Zimtstreuseln: Einen Teelöffel Zimt unter das Streuselmehl mischen.
Klassisch ohne Pudding: Den Teig mit Butterflöckchen belegen, Streusel darüber und nach dem Backen dick mit Puderzucker bestäuben – der schlichte Sonntagsstreuselkuchen.
Mit Quark-Öl-Teig statt Hefeteig: Das spart die Gehzeit, der Boden wird etwas kompakter, dafür steht der Kuchen in einer guten Stunde auf dem Tisch.
Häufige Fragen
Kann ich Trockenhefe verwenden?
Ja, nimm anderthalb Päckchen (etwa 11 g) auf 500 g Mehl und misch sie direkt unter das Mehl; die lauwarme Milch kommt dann einfach mit den übrigen Zutaten dazu. Rechne mit etwas längerer Gehzeit – Trockenhefe kommt langsamer in Gang als frische.
Warum ist meine Puddingschicht nach dem Backen flüssig?
Direkt nach dem Backen ist sie das immer – der Pudding wird erst beim vollständigen Auskühlen wieder fest. Lass den Kuchen mindestens zwei bis drei Stunden stehen; für ganz saubere Schnitte stell ihn zusätzlich eine Stunde in den Kühlschrank. Bleibt sie auch dann weich, wurde der Pudding beim Kochen nicht lange genug sprudelnd gekocht – die Stärke bindet nur bei voller Hitze.
Kann man Streuselkuchen mit Pudding einfrieren?
Erstaunlich gut sogar. Frier ihn in Stücken ein; gut verpackt hält er zwei Monate. Taue ihn über Nacht im Kühlschrank auf und lass ihn dann kurz bei Zimmertemperatur stehen; die Streusel kannst du im Ofen bei 150 °C in fünf Minuten wieder aufknuspern.
Geht auch die halbe Menge?
Ja, für eine 26er-Springform halbierst du alle Zutaten, nur das Ei bleibt ein ganzes. Die Backzeit verlängert sich auf 35 bis 40 Minuten, weil der Kuchen in der Form höher steht als auf dem Blech.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Wegen der Puddingfüllung gehört der Kuchen abgedeckt in den Kühlschrank, dort hält er zwei bis drei Tage. Nimm die Stücke eine halbe Stunde vor dem Servieren heraus – kalt wirkt der Hefeteig fester, als er ist. Die Streusel werden im Kühlschrank etwas weicher; wen das stört, der knuspert sie kurz im Ofen auf.

