Suppen & Eintöpfe
Frittatensuppe – hauchdünne Pfannkuchenstreifen in klarer Brühe
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- Vorbereiten
- 15 Min.
- Kochen / Backen
- 20 Min.
- Ruhezeit
- 20 Min.
- Gesamtzeit
- 55 Min.
Frittatensuppe ist eine klassische Vorsuppe aus Österreich und Süddeutschland, wo sie oft auch Flädlesuppe genannt wird. Die Einlage besteht aus sehr dünnen, ungesüßten Pfannkuchen, die gerollt und in feine Streifen geschnitten werden. Gehackte Petersilie im Teig sorgt für Farbe und ein frisches Aroma. Wichtig ist ein dünnflüssiger Teig, der vor dem Backen kurz ruht, damit die Pfannkuchen elastisch werden und beim Schneiden nicht reißen. Die Streifen kommen erst beim Anrichten in die Teller und werden mit kochend heißer Brühe übergossen, so bleiben sie zart und weichen nicht auf. Eine kräftige Rinderbrühe ist die beste Grundlage, Schnittlauch rundet ab.

Von Diana Moeller · 26. Oktober 2026
Zutaten
Alles bereitgelegt?Für 4 Portionen
Für die Frittaten
Für die Suppe
Energie pro Portion: 240 kcal · Angaben für das Originalrezept.
Zubereitung
Mehl und Salz in eine Schüssel geben. Zuerst nur die Hälfte der Milch zugießen und mit dem Schneebesen zu einem glatten, dicken Teig rühren. So entstehen keine Klümpchen. Dann die restliche Milch und die Eier unterrühren, bis ein dünnflüssiger Teig entsteht, der etwa die Konsistenz von Sahne hat.
⏱ ca. 5 Min.
Die gehackte Petersilie unterrühren und den Teig abgedeckt 20 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen lassen. In dieser Zeit quillt das Mehl, und das Klebereiweiß entspannt sich. Die Pfannkuchen werden dadurch dünner, geschmeidiger und lassen sich später leichter rollen, ohne einzureißen. Den Teig vor dem Backen noch einmal kurz durchrühren.
⏱ ca. 20 Min.
Randnotiz: Ist der Teig nach dem Ruhen zu dick, einen Schuss Milch zugeben.
Eine beschichtete Pfanne mit 24 Zentimetern Durchmesser bei mittlerer Hitze erwärmen und mit wenig Butterschmalz dünn auspinseln. Eine kleine Kelle Teig, etwa 60 Milliliter, hineingeben und die Pfanne sofort schwenken, damit sich der Teig hauchdünn über den ganzen Boden verteilt.
Den Pfannkuchen etwa eine Minute backen, bis die Oberfläche nicht mehr flüssig glänzt und sich die Ränder leicht vom Pfannenrand lösen. Mit einem breiten Pfannenwender umdrehen und die zweite Seite 30 Sekunden backen. Die Frittaten sollen hellgolden gefleckt, aber nicht knusprig braun sein.
⏱ ca. 2 Min.
Die fertigen Pfannkuchen nebeneinander auf einem Brett oder Gitter auslegen und den restlichen Teig ebenso verarbeiten, die Pfanne jedes Mal dünn einfetten. Es ergeben sich etwa sechs Stück. Die Frittaten vollständig abkühlen lassen, warm reißen sie beim Schneiden leicht und kleben aneinander.
⏱ ca. 12 Min.
Inzwischen die Brühe in einem Topf aufkochen und mit Salz, Pfeffer und wenig Muskat kräftig abschmecken. Die Frittaten jeweils fest aufrollen und mit einem scharfen Messer quer in zwei bis drei Millimeter breite Streifen schneiden. Die Röllchen mit den Fingern locker auseinanderzupfen.
Die Frittatenstreifen auf vorgewärmte Suppenteller verteilen und mit der kochend heißen Brühe übergießen. Mit Schnittlauch bestreuen und sofort servieren. Die Streifen nicht in der Brühe mitkochen, sonst saugen sie sich voll und werden weich und schwammig. Übrige Streifen getrennt von der Brühe lagern.
Randnotiz: Pro Teller etwa eine Handvoll Streifen rechnen.
Variationen
Mit Schnittlauch im Teig: Statt Petersilie zwei Esslöffel Schnittlauchröllchen in den Teig rühren, das ergibt einen milden Zwiebelgeschmack.
Mit Gemüsebrühe: Für eine vegetarische Version eine kräftige selbst gekochte Gemüsebrühe mit etwas Liebstöckel verwenden.
Mit Käse: Die Frittaten vor dem Aufrollen dünn mit geriebenem Bergkäse bestreuen und zusammen schneiden; der Käse schmilzt in der heißen Brühe leicht an.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zu Flädlesuppe?
Frittatensuppe und Flädlesuppe sind im Prinzip dasselbe Gericht. Frittaten ist der österreichische Name, Flädle der schwäbische. In Schwaben wird der Teig manchmal etwas dicker gebacken und ohne Kräuter zubereitet, in Österreich gehört Petersilie oder Schnittlauch meist dazu. Am Geschmack ändert das wenig.
Kann ich die Frittaten vorbereiten?
Ja, sie lassen sich gut einen Tag im Voraus backen. Abgekühlt aufeinanderstapeln, in Folie wickeln und im Kühlschrank lagern. Erst kurz vor dem Servieren in Streifen schneiden, damit die Schnittkanten nicht austrocknen. Geschnittene Streifen lassen sich auch einfrieren. Dann vor Gebrauch kurz antauen lassen.
Warum reißen meine Pfannkuchen?
Meist ist der Teig zu dick, hat nicht geruht oder der Pfannkuchen wurde zu früh gewendet. Auch eine nicht beschichtete oder zu wenig gefettete Pfanne führt dazu. Erst wenden, wenn sich die Ränder von selbst lösen und die Oberfläche matt aussieht.
Welche Brühe passt am besten?
Klassisch ist eine klare, kräftige Rinderbrühe, die aus Suppenfleisch, Knochen und Wurzelgemüse gekocht wird. Sie trägt den Geschmack, denn die Frittaten selbst sind mild. Hühnerbrühe ergibt eine leichtere Variante. Instantbrühe funktioniert im Alltag, sollte aber nicht zu salzig sein, weil sich das Salz deutlich bemerkbar macht.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Gebackene Frittaten gut verpackt im Kühlschrank bis zu zwei Tage lagern. In Streifen geschnitten und flach in Gefrierbeuteln eingefroren halten sie drei Monate und können gefroren in die Teller gegeben werden. Die Brühe getrennt aufbewahren, im Kühlschrank drei Tage, und vor dem Servieren stets sprudelnd aufkochen.

