Omas Kuchenklassiker
Eierschecke – sächsischer Dreischichtkuchen mit Quark und Vanillecreme
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- Vorbereiten
- 50 Min.
- Kochen / Backen
- 1 Std. 5 Min.
- Ruhezeit
- 4 Std. 45 Min.
- Gesamtzeit
- 6 Std. 40 Min.
Die Eierschecke gehört in Sachsen und besonders rund um Dresden zu den bekanntesten Kaffeekuchen. Sie besteht aus drei Schichten: einem dünnen Boden aus Hefeteig, einer Quarkmasse und der eigentlichen Schecke, einer lockeren Creme aus Vanillepudding, Butter, Eigelb und untergehobenem Eischnee. Beim Backen bräunt die oberste Schicht goldgelb, während sie innen weich und fast schaumig bleibt. Entscheidend ist, den Pudding vollständig abkühlen zu lassen und den Kuchen nach dem Backen viel Zeit zum Festwerden zu geben. Dieses Rezept ist für eine Springform mit Ø 26 cm ausgelegt und ergibt zwölf hohe Stücke. Am besten schmeckt die Eierschecke am Tag nach dem Backen, gut durchgekühlt.

Von Diana Moeller · 24. Oktober 2026
Zutaten
Alles bereitgelegt?Für 12 Stücke
Für den Hefeteig
Für die Quarkschicht
Für die Schecke
Energie pro Portion: 330 kcal · Angaben für das Originalrezept.
Zubereitung
Für die Schecke zuerst den Pudding kochen: Puddingpulver mit 60 g Zucker und etwa sechs Esslöffeln der Milch glatt rühren. Restliche Milch aufkochen, vom Herd nehmen, das angerührte Pulver einrühren und unter Rühren eine Minute kräftig aufkochen lassen. Den Pudding in eine Schüssel füllen, Frischhaltefolie direkt auf die Oberfläche legen und vollständig abkühlen lassen.
⏱ ca. 10 Min.
Randnotiz: Die Folie verhindert eine Haut, die später Klümpchen in der Creme bilden würde.
Für den Hefeteig die Hefe in der lauwarmen Milch mit einem Teelöffel des Zuckers auflösen. Mehl, restlichen Zucker, Salz und weiche Butter in eine Schüssel geben, die Hefemilch zugießen und alles etwa fünf Minuten zu einem glatten, weichen Teig kneten. Abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen sichtbar vergrößert hat.
⏱ ca. 45 Min.
Inzwischen die Quarkschicht vorbereiten. Den Quark mit Zucker, Eiern, Puddingpulver und Zitronenschale mit dem Schneebesen glatt rühren, bis keine Pulverreste mehr zu sehen sind. Sehr feuchten Quark vorher in einem Sieb abtropfen lassen, damit die Schicht beim Backen fest wird. Den Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze oder 150 °C Umluft vorheizen.
Den Boden einer Springform mit Ø 26 cm mit Backpapier belegen und den Rand fetten. Den gegangenen Teig kurz durchkneten, rund ausrollen und in die Form legen. Dabei einen etwa drei Zentimeter hohen Rand hochdrücken. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen und die Quarkmasse gleichmäßig darauf verstreichen.
Die weiche Butter mit dem Handrührgerät cremig aufschlagen. Den kalten Pudding löffelweise unterrühren, anschließend die drei Eigelbe einzeln einarbeiten. Pudding und Butter müssen ähnlich temperiert sein, sonst gerinnt die Creme. Sollte sie leicht flockig wirken, die Schüssel kurz über warmes Wasser halten und weiterrühren, bis sie wieder glatt ist.
Randnotiz: Butter und Pudding etwa eine Stunde vorher bei Zimmertemperatur bereitstellen.
Die Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen und dabei 40 g Zucker einrieseln lassen, bis der Schnee glänzt und Spitzen hält. Ein Drittel des Eischnees kräftig unter die Puddingcreme rühren, den Rest mit einem Teigschaber locker unterheben. Die Schecke vorsichtig über die Quarkschicht geben und glatt streichen, ohne die Schichten zu vermischen.
Die Eierschecke im unteren Drittel des Ofens 60 bis 65 Minuten backen. Die Oberfläche soll gleichmäßig goldbraun sein und sich in der Mitte beim Rütteln nur noch leicht bewegen. Bräunt sie nach 40 Minuten zu stark, mit Backpapier abdecken. Eine Stäbchenprobe ist hier wenig aussagekräftig, weil die Schichten bewusst cremig bleiben.
⏱ ca. 65 Min.
Den Ofen ausschalten und den Kuchen bei leicht geöffneter Tür zehn Minuten ruhen lassen, damit die Oberfläche nicht stark einfällt. Danach mit einem Messer am Rand entlangfahren und in der Form auf einem Gitter vollständig abkühlen lassen. Anschließend mindestens drei Stunden kalt stellen, erst dann den Ring lösen und mit einem nassen Messer schneiden.
⏱ ca. 10 Min.
Variationen
Mit Mürbeteig: Statt Hefeteig einen Boden aus 150 g Mehl, 75 g Butter, 50 g Zucker und einem Eigelb verwenden und ohne Gehzeit direkt in die Form drücken.
Mit Rosinen: 50 g in Wasser eingeweichte und gut abgetropfte Rosinen unter die Quarkmasse mischen, bevor sie auf den Boden gestrichen wird.
Vom Blech: Für ein Blech 30×40 cm alle Mengen verdoppeln; die Backzeit verkürzt sich wegen der flacheren Schichten auf etwa 45 Minuten.
Häufige Fragen
Warum fällt die Schecke nach dem Backen ein?
Ein leichtes Einsinken ist normal, weil der Eischnee beim Abkühlen Luft verliert. Stark fällt die Schicht ein, wenn der Ofen zu heiß war oder der Kuchen abrupt aus dem warmen Ofen in kalte Luft kommt. Deshalb nach dem Backen kurz bei geöffneter Tür im Ofen ruhen lassen.
Kann ich Puddingpulver durch Speisestärke ersetzen?
Ja. Pro Päckchen Puddingpulver etwa 40 g Speisestärke und das Mark einer halben Vanilleschote oder ein Päckchen Vanillezucker verwenden. Die Farbe wird etwas heller, weil Puddingpulver meist Farbstoff enthält. Konsistenz und Backzeit bleiben nahezu gleich. Puddingpulver und Stärke lassen sich in diesem Rezept also problemlos austauschen.
Warum ist die Quarkschicht flüssig geblieben?
Meist war der Quark zu nass oder der Kuchen wurde zu früh angeschnitten. Die Quarkschicht bindet erst beim vollständigen Auskühlen nach. Wässrigen Quark vorher in einem Sieb abtropfen lassen und den Kuchen mehrere Stunden, am besten über Nacht, im Kühlschrank fest werden lassen.
Kann ich die Eierschecke einen Tag vorher backen?
Ja, das ist sogar empfehlenswert. Die Schichten brauchen mehrere Stunden, um vollständig fest zu werden, und lassen sich am nächsten Tag deutlich sauberer schneiden. Den ausgekühlten Kuchen in der Form mit Folie abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Vor dem Servieren kurz bei Zimmertemperatur temperieren lassen.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Wegen Quark, Pudding und Eiern gehört die Eierschecke abgedeckt in den Kühlschrank. Dort hält sie sich drei Tage, schmeckt am zweiten Tag oft am besten. Zum Servieren etwa 20 Minuten vorher herausnehmen. Einfrieren ist möglich, die Schecke wird nach dem Auftauen aber etwas feuchter; dann innerhalb eines Monats verbrauchen.

